Hungrige Seelen sättigen

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Hungrige Seelen sättigen

Hungerstreik fürs Klima vor dem Kanzleramt. Ob ich es als Profilneurose werte oder tiefsten Respekt habe vor der Verzweiflung dieser jungen Menschen: freiwilliger Hunger inmitten vollgefressener Sattheit beleuchten sich gegenseitig und steigern in mir das Empfinden, das beides absurd ist. Aber ohne diesen absurden Kontrast bliebe die Realität weniger gut sichtbar: Es gibt einen unfreiwilligen Hunger, den die Vollgefressenen verursachen und steigern, indem sie inzwischen sogar die geschöpflichen Grundlagen ihrer eigenen Sattheit und der Sättigung anderer verschlingen. Das ist absurd und seelenlos, aber nicht alternativlos. Am Evangelium des Erntedanktages (Markus 8, 1-9) beeindruckt mich, wie die Satten ihre recht knappen Ressourcen in Jesu Hände geben, Der sie gesegnet an sie zurück gibt mit dem Auftrag, sie an die unfreiwillig Hungernden um Ihn herum auszuteilen. Das dem folgende Wunder füllt die Mägen von 4000 Hungrigen damals und ist ein Angebot für die hungrigen Seelen der Übersatten bis heute. Ließen diese sich von Jesus sättigen, wären sie von der Fresssucht geheilt, wodurch auch die Schöpfung Schonung erführe, und sie wären frei, von ihren reichlichen Ressourcen etwas herzugeben und unter Jesu Segen Wunder zu wirken an den Millionen unfreiwillig Hungernden unserer Tage, denke ich.

 

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Dienstag, 26. Oktober 2021
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