Verzeihen jetzt?

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Verzeihen jetzt?

Wenn Jens Spahn mit einem großen Blumenstrauß und charmantestem Lächeln vor seinen Ehemann hintreten und sagen würde: „Wir werden einander viel verzeihen müssen.", dann dürfte ihn die stirnrunzelnde Frage: „Wer denn alles? Und was denn alles?" nicht wundern. Als Christ bin ich ins Verzeihen verliebt – das liegt an Jesus, der sagt: „Und wenn einer siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben." (Lukas 17.4) Aber bei Spahn, Lauterbach & Co. zögere ich doch erstmal. Wieso „wir … einander"? Die Bitte um Verzeihung ist vergiftet mit der Unterstellung, ich wäre der Verzeihung ebenso bedürftig. Warum sollte ich? - Machen wir es den Spahns, Lauterbachs und wer nun alles meint, da könne doch jetzt mal der Schwamm drüber, nicht zu leicht. Als evangelische Kirche sind wir dazu leicht verführbar, aber ich möchte vor dem Verzeihen erst noch erfahren: „Wer genau hat was gewusst und getan?" Denn wie gesagt: es geht um viel.

 

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