Vertrauen ist gut

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Vertrauen ist gut

Warum ist eigentlich die Politik für Pandemiebekämpfung zuständig und nicht das Gesundheitswesen? Verunsicherte Menschen mögen bei schwankendem Boden vielleicht feste Regeln. Aber der Versuch, alles für alle und ein für alle Mal zu regeln, scheitert ja schon im normalen Leben. Im fluiden Corona-Geschehen würde ich dem Abstand zwischen Regierenden und Volk die Nähe zwischen Hausärztin und Patient mit allen Unschärfen und Grauzonen vorziehen. Was schadet mehr: dass im Impfzentrum die 7. oder 11. Dosis regelkonform im Müll landet, oder dass der Hausarzt unseres Vertrauens an den Rand der Sicherheitszone tritt und damit auch mal den Einen oder die Andere außer der Reihe impft, weil es sich Aug' in Auge so ergeben hat? Jitro hat seinen Schwiegersohn Mose dazu angeregt, nicht alles alleine für das ganze Volk zu regeln, sondern 70 Älteste einzusetzen und ihnen die Verantwortung für überschaubare Gruppen zu überlassen. (2. Mose 18, 13ff.) Und Gott ist kein Regelfundi, wie der Bericht von der Vereidigung der Siebzig erzählt: zwei davon waren dazu nicht erschienen, und obgleich der ordnungsliebende Josua wünschte, dass Mose diesen Regelverstoß ahnden möge, bekamen sie die gleichen Zeichen der Legitimation von Gott übermittelt wie die anderen 68. (4. Mose 11, 24ff.) Ich denke, Regeln sind gut, Augenmaß auch.

 

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Freitag, 24. September 2021
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