Tunnelblick

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Tunnelblick

Schlau, wie Jesus auf die Frage nach seiner Loyalität so antwortet, dass die Weltsicht der Frager aufgedeckt wird: „…gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist." (Matthäus 22, 15ff.) Euer Entweder/oder mag euch moralisch und politisch korrekt erscheinen, zeugt aber von Tunnelblick. Warum nicht beides: durchdrungen sein von Gottes Liebe und gelichzeitig der Staatsmacht gegenüber loyal? – Ich habe einige der allesdichtmachen-Videos gesehen und einige der z. T. zähnefletschenden Kommentare dazu und bin erschüttert ob des Tunnelblicks, der sich da offenbart. Ich finde nicht alle Clips gleichermaßen schlau. Aber sollte es tatsächlich nicht möglich sein, dass Schauspieler*innen Fragen haben, besorgt sind und gleichzeitig Corona ernst nehmen? Ist feinsinnige Ironie schon illoyal? Hat denn niemand über die von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen, moralisch und politisch korrekten Videos und Plakataktionen manchmal den Kopf geschüttelt und sich gefragt, ob es schlau ist, die Loyalität der Menschen so plump aufs Spiel zu setzen? Liefers & Co. von öffentlichen Aufträgen ausschließen zu wollen erinnert mich an überwunden geglaubte entweder/oder-Methoden aus der Zeit vor dem Fall der Mauer. – Die Antwort Jesu hat die Frager verblüfft und sie ließe erstmal von Ihm ab. Im Vergleich dazu erscheint unsere Streitkultur übermäßig reflexgesteuert.

 

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Sonntag, 09. Mai 2021
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