Marktgeschrei

Der Pastor bloggt

Marktgeschrei


In Europa ringen die Mächtigen darum, das gemeinsame Markttreiben wieder in Gang zu bekommen. Enorme Geldmengen liegen da auf dem Tisch und es wird gefeilscht, wer wieviel zu welchen Bedingungen bekommt. Mir kommt der Sitzungssaal in Brüssel schon vor wie ein Marktplatz und mir gefällt die Vorstellung, zwischen diesen vielen bedeutenden Männern und Frauen an ihrer Marktständen stünde einer mit dem Namen Jesaja und ruft: „Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben!" (Jesaja 55, 1-3) Ökonomisch ist das barer Unsinn. Aber Jesaja könnte daran erinnern, dass Geld nur eine Nebensache ist im Vergleich zum Eigentlichen, das nichts kostet: Sinn. Der findet sich nicht auf Marktplätzen, sondern ist eingestiftet in das Ringen von Menschen um Glaube, Liebe und Hoffnung. Ich denke, wo dieser Sinn verloren gegangen ist, da MACHEN auch noch so viele Milliarden ihn nicht.

 

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Donnerstag, 23. September 2021
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