Pazifismus

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Pazifismus

Frau Kurschus (EKD) und andere Kirchenvertreter*innen begründen die Verweigerung von Waffenlieferungen an die Ukraine vernünftig: Waffen lösen keinen Konflikt, mehr Waffen auch nicht. Bis 9/11 habe ich selbst auch so gedacht. Und heute Morgen erinnerte ich mich an den Schulhofrüpel, dem ich manch blauen Fleck verdankte, und an einen Klassenkameraden, der Karate trainierte, mir aber wegen eines mir damals völlig unvernünftig scheinenden Ehrenkodex' keinen einzigen Schlag oder Tritt beibringen wollte, um mich wehren oder mir doch wenigstens Respekt verschaffen zu können, wie er ihn selbst genoss. Pazifismus scheint mir nur im Konferenzsaal oder in der Pressemitteilung vernünftig. Dem „Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar." (Matthäus 5, 39) folgen zu können, verdankt sich vielmehr einem Glauben, der auch bereit macht, Schmerzen zu ertragen. Darum widerspreche ich Frau Kurschus und anderen nicht in der Sache, möchte aber die Begründung um die Frage erweitern, wie es um unseren Glaubensgehorsam und unsere Leidensfähigkeit bestellt wäre, wenn wir außerhalb unserer Komfortzonen lebten.

 

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