Pazifismus ist unvernünftig

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Pazifismus ist unvernünftig

Nein, Pazifismus ist keine bequeme Haltung, inzwischen nicht mehr. Ich muss mich jetzt wieder dafür rechtfertigen. Als ich mich 1987 in der DDR zu den Bausoldaten meldete, war das ähnlich. Aber ich hatte Freunde in der Gemeinde auf der einen und Jesus auf der anderen Seite. Deshalb habe ich und deshalb konnte ich den bequemen Weg verlassen. Vernünftig war das nicht, wenn ich in der DDR hätte etwas werden wollen. Auch das mit Jesus nicht. Und bequem wurde mein Pazifismus erst später. Vernünftig ist er bis heute nicht. Ich kann nicht vernünftig argumentieren, wie wir „ohne Waffen Frieden schaffen" können. Aber muss ich Krieg wollen, um noch mitreden zu dürfen? Für mich ist Jesus heute noch immer ein so starkes Argument wie damals, ebenso das Schriftwort vom „Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft" (Philipper 4,7), mit dem ich jede Predigt beende. Ich werde damit keinen Panzer und keine Rakete aufhalten, aber sagen muss ich es trotzdem, auch wenn Schweigen bequemer wäre. Ich möchte mir keine Welt vorstellen, in der niemand mehr unvernünftig genug ist zu sagen: Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.

 

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