Impfstofflampen

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Impfstofflampen

Jesus erzählt, dass 10 Mädchen auf einen Bräutigam warten, um ihm heimzuleuchten. Als der Mann mitten in der Nacht kommt, haben 5 der Mädchen nicht genug Öl für ihre Lampen, und sie bitten die anderen 5, ihnen von ihrem Öl abzugeben. Daraufhin sagen die ziemlich schroff: „Nö, denn dann reicht das Öl für keine von uns." (Matthäus 25, 1-13) Merkwürdigerweise gelten in der klassischen Auslegung dieser Geschichte die schroffen Mädchen als klug, und der Bräutigam steht für einen Jesus, der die Entsolidarisierung unter den Mädchen gutheißt. Aber was für eine Tonlage bekommt das Ganze, wenn man für „Öl" „Impfstoff" einsetzt, die Mädchen als Länder betrachtet und die heraufziehende Nacht als Corona-Pandemie? Ich kam auf diese Idee, als ich Papst Franziskus mahnen hörte, die Europäer sollten dafür sorgen, dass die armen Länder auch was von den Impfstoffen bekommen, während Ursula von der Leyen wegen fehlender Impfstoffmengen in der EU unter Druck geriet und Ulrich Montgomery ein Exportverbot des Astrazeneca-Impfstoffes forderte – korrekt nach biblischem Vorbild, oder? Ich war schon früher geneigt, die Geschichte von den 10 Jungfrauen gegen die klassische Auslegung für eine zu halten, in der Jesus zeigt, wie es auf Erden zugeht, aber um des Himmels Willen nicht zugehen sollte.

 

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Donnerstag, 04. März 2021
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