Nach den Aussagen der Bibel war der Mensch nie unsterblich gedacht. Gott hat sogar Sorge, der Mensch könnte nach der Unsterblichkeit …
Gedanken - Tag 88
Nach den Aussagen der Bibel war der Mensch nie unsterblich gedacht. Gott hat sogar Sorge, der Mensch könnte nach der Unsterblichkeit greifen und damit sein Wesen gänzlich verfehlen. Darum versperrt Er den Weg zum Baum des Lebens. (1. Mose 3, 22f.) Selbst im Paradies gehörte die Bewältigung der Sterblichkeit zum Wesen des Menschen. Außerhalb geriet das mit zunehmender Säkularisierung fast völlig in Vergessenheit. Die Paradieserzählung wurde zum Kindermärchen. Erwachsene packen an und forschen nach Wegen zur Unsterblichkeit. Und Corona zeigt wieder einmal, dass Fleisch und Blut diesem Ziel hinderlich sind, weil zu störanfällig. Corona forciert aber auch einen Weg, dieser Störanfälligkeit zu begegnen: der digitale Innovationsschub war gewaltig. Es scheint mir kein Zufall zu sein, dass gerade IT-Giganten gigantische Summen in die Forschung zur Unsterblichkeit stecken, denn diese liegt offenbar irgendwo im Digitalen, also Unkörperlichen, Berührungsfreien, Blutleeren – was immer dort dann unsterblich wäre, jedenfalls nicht der von Gott erschaffene, sterbliche Mensch mit der Aussicht auf ein ewiges Leben, das etwas anderes ist als Unsterblichkeit. Ihr Pastor Torsten Morche