Ewigkeit im Herzen

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Ewigkeit im Herzen

Die neuen Koalitionäre haben erstaunlich schnell sondiert. Sie haben ja auch nicht viel Zeit. Vier Jahre bis zur nächsten Wahl sind nicht viel für das, was alles angeschoben werden müsste, um unser Leben im Guten zu halten oder gar besser zu machen. Meinem Gefühl nach sind das Meiste davon Aufgaben für Generationen, aber so viel Zeit hat eine Regierung nicht. Sie verkürzt sich auch noch um die Zeit, die der schlichte Machterhalt frisst. Der ist aber auch an schnell vorzeigbare Ergebnisse gekoppelt. Denn „der Wähler" ist ein ungeduldiges Wesen und hat die Macht, die Fristen zu verlängern oder für einen neuen Anlauf alles wieder auf Null zu setzen. – Ich hörte kürzlich davon, dass sich die 350jährige Bauzeit des Freiburger Doms keiner Fehlplanung oder Baustoffknappheit verdankt. Tatsächlich haben mal Menschen gelebt, die einen großen Anfang machten in dem Wissen, dass nicht einmal ihre Kindeskinder das Endergebnis sehen, und in dem Vertrauen, dass die Kindeskinder trotzdem das Werk im Sinne ihrer Großeltern weiter betreiben werden und das Gott das Seine dazutut, der die Ewigkeit in des Menschen Herz gelegt hat. (Prediger 3, 11) Etwas von dieser Geduld, diesem Zutrauen und dem Geschmack an der Ewigkeit vergrößerte wohl auch die Chancen unserer Kinder und Kindeskinder auf ein gutes Leben.

 

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Mittwoch, 01. Dezember 2021
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