Liebe Leserin, lieber Leser,

der Frühling explodiert gerade, in manchen Landesteilen bis in die Höhe von 30 Grad. Nach dem langen Winter die ersehnte Wende. Aber kann das gesund sein: für uns Menschen, aber auch für die Natur? Klimawandel? Oder doch alles noch im „Grünen Bereich“? Und das ist ja nicht die einzige Verunsicherung. Ich lese Zeitschriftenartikel, höre Radiosendungen, sehe Fernsehtalkrunden, und gewinne den Eindruck: auch die, denen ich es am meisten zutraue, wissen nicht recht, was die Stunde geschlagen hat und schlagen wird. Aber vielleicht war das Lebensgefühl nicht anders, als im 5. Jahrhundert das Römische Reich zusammenbrach und das Christentum zu Macht kam. Die Menschheit hat es überlebt – und das Christentum auch. Es bewahrt in seiner Kultur ein Fest, bei dem es daran erinnert, wie die ersten Jünger*innen nach Jesu Tod aus Verunsicherung und Angst heraus gerissen wurden: Pfingsten. Ein Tosen und Brausen kündigte den Geist an, der von Jesus kommt und die, die IHM vertrauen, „in alle Wahrheit leitet“ (Johannes 16, 13). Vielleicht sollte ich mehr beten und auf diesen Geist lauschen, satt auf vermeintliche Experten. Ich vermute, das würde mein Lebensgefühl sommerlicher stimmen,

Ihr Pastor Torsten Morche